Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Alexandrit

1. Prospektfehler

Mit der Einwerbung der Anleger zum Conti 173. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Alexandrit“ Schifffonds wurde im Juni 2010 begonnen. Der Prospekt stammt vom 16.06.2010. Bei der MS Conti Alexandrit handelt es sich um einen Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

In dem Prospekt wurde die Markterwartung zu positiv angegeben. Es wird behauptet, dass für das Schiff ein positives Marktumfeld gegeben sei. Tatsächlich weist das Institut für Schifffahrt und Logistik (ISL) in seiner Fachzeitschrift vom April 2010 auf eine bereits bestehende und sich weiter verschärfende Überkapazität hin, die sich negativ auf die Charterraten auswirkt. Der Prospekt vermittel darüber hinaus den falschen Eindruck, dass das Kapazitätswachstum bei „nur“ 8,4 % p.a. liege, obwohl im Segment der Supramax-Bulker mit einem Wachstum von 32,2 % p.a. bis 2013 zu rechnen war. Demgegenüber wurde mit einem Nachfragewachstum an Transportkapazität von lediglich 4,4 % gerechnet. Auf einem ohnehin bereits durch Überkapazität belasteten Markt war absehbar, dass sich dieses erhebliche Wachstum von Transportkapazität auf die mittlerweile stark eingebrochenen Charterraten weiter negativ auswirken würde. Von einem prositven Marktumfeld konnte also nicht mehr die Rede sein. Der Prospekt ist daher fehlerhaft weil er die Markterwartungen falsch, nämlich zu positiv, darstellt.

Die Prospektfehler führen zu einem Schadenersatzanspruch der betroffenen Anleger gegen die Gründungsgesellschafter, die Bremer Bereederungsgesellschaft und die Conti Reederei Management GmbH & Co. KG.

2. Kapitalanlegermusterklageverfahren

Das Landgericht Hamburg hat am 30.01.2019 auf der Grundlage der von mir vorgetragenen Prospektfehler einen Vorlagebeschluss an das Hanseatische Oberlandesgericht zur Eröffnung eines Kapitalanlegermusterverfahrens erlassen. In diesem Verfahren wird festgestellt, ob die von mir vorgetragenen Prospektfehler vorliegen. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat den Musterkläger bestimmt, dieser wird von mir vertreten.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Ab Bestimmung des Musterklägers können Anleger, die bisher noch keine Klage erhoben haben, ihre Forderung nach § 10 KapMuG durch einen Anwalt anmelden lassen. Die Forderungsanmeldung ist weitaus kostengünstiger als eine Klage. Die Forderungsanmeldung ist bis zum 21.04.2020 möglich. Danach ist diese günstige Möglichkeit beendet und es bleibt wiederum bis zum Ablauf der Verjährungsfrist nur noch die Klage.

Auch wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung von mir vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, für eine Kontaktaufnahme nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite.