Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Aquamarin

1. Prospektfehler

Der Prospekt zum Conti 182. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Aquamarin“ Schiffsfonds stammt vom 15.03.2011. Die MS Conti Aquamarin ist ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Aquamarin behauptet ein positives Marktumfeld für die Conti Aquamarin. Tatsächlich wurde vom Institut für Schifffahrt und Logistik (ISL) seit 2009 darauf hingewiesen, dass die vielen Schiffsneubauten im Bulker-Markt zu einer erheblichen Überkapazität in diesem Segment geführt haben, was sich negativ auf die Charterraten auswirkte. Das Jahr 2010 war das Jahr mit dem größten Wachstum überhaupt, die Zunahme der gesamten Bulkerflotte betrug stolze 17 %. Dieses Wachstum wurde vom ISL als historisch bezeichnet. Dieser enorme Anstieg an Transportkapazität, der weit über dem Nachfragewachstum lag, führte zu fallenden Charterraten und zu einer enormen Anzahl von beschäftigungslosen Schiffen. Gerade auch bei den Supramax-Bulkern war die Anzahl von Neubestellungen besonders hoch.

Dennoch wird seitens der Conti auf diese Überkapazität und auf die damit verbundenen Risiken der Beteiligung nicht hingewiesen. Die Markterwartungen werden daher im Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Aquamarin falsch dargestellt, so dass ein Prospektfehler vorliegt, der zu einer Schadenersatzverpflichtung der Gründungsgesellschafter führt.

2. Kapitalanlegermusterklageverfahren

Das Landgericht Hamburg erließ am 07.01.2019 einen Vorlagebeschluss an das Hanseatische Oberlandesgericht. Das Hanseatische Oberlandesgericht prüft nun in einem Kapitalmusterklageverfahren ob die von mir vorgetragenen Prospektfehler vorliegen und der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Aquamarin daher fehlerhaft ist. Der Mustekläger wird laut Oberlandesgericht voraussichtlich im August 2019 bestimmt.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Ab Bestimmung des Musteklägers können die Forderungen anderer Anleger, die bislang nicht geklagt haben, durch Anmeldung beim Oberlandesgericht kostengünstig vor der Verjährung bewahrt werden. Diese Möglichkeit besteht noch bis zum 23.03.2020.

Selbst wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung durch mich vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, für eine Kontaktaufnahme nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite.