Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Amethyst

1. Prospektfehler

Der Prospekt des Conti 176. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Amethyst“ Schifffonds wurde am 08.11.2010 aufgelegt.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Amethyst beschreibt  ein positives Marktumfeld für die Conti Amethyst. Dies war zum damaligen Zeitpunkt nicht mehr vertretbar. Im Jahr 2010 kam es zu einem massiven Antieg der Bulker-Flotte. Die Überkapazitäten die sich schon ab 2009 abzeichneten wurden durch die enorme Anzahl von Schiffsneubauten im Jahr 2010 weiter verschärft. Darüber hinaus vermittelt der Prospekt den falschen Eindruck, das Kapazitätswachstum liege bei nur 9,3 %. p.a. obwohl im Segment der Surpamax-Bulker – ausgehend von den Zahlen aus Januar 2010 – mit einem Wachstum von 32 % p.a. bis 2013 gerechnet werden musste. Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Ametyhst beschreibt an keiner Stelle diese erhebliche Überkapazität und die damit verbundenen Folgen und das schwierige Marktumfeld der Massengutfrachter zu dieser Zeit.

Es liegt daher ein Prospektfehler vor, welcher einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet. Die von mir geführten Klagen richten sich gegen die Bremer Bereederungsgesellschaft und die Conti Reederei Management GmbH & Co. KG.

2. Kapitalanlegermusterklageverfahren

Das Landgericht Hamburg erließ am 22.01.2019 auf der Grundlage der von mir vorgetragenen Prospektfehler einen Vorlagebeschluss an das Hanseatsiche Oberlandesgericht zur Eröffnung eines Kapitalanlegermusterverfahrens (KapMuG). In diesem Verfahren wird festgestellt, ob die von mir geltend gemachten Prospektfehler vorliegen. Das Oberlandesgericht hat den Musterkläger bestimmt, er wird durch mich vertreten.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Anleger die im Zusammenhang mit der Beteiligung an dem Conti Schiffsfonds MS Conti Amethyst bislang nicht wegen Prospektfehlern geklagt haben, können ihre Schadenersatzforderung nach § 10 KapMuG durch einen Anwalt anmelden lassen. Das ist eine vom Gesetzgeber gezielt geschaffene günstige Möglichkeit, die Verjährung zu hemmen und die Entwicklung des Musterverfahrens abzuwarten. Die Forderungsanmeldung kann noch bis 21.04.2020 vorgenommen werden.

Auch wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung von mir vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, senden Sie mir hierzu einfach eine Email über das Kontaktformular.