Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Lapislazuli

1. Prospektfehler

Der Prospekt des Conti 170. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Lapislazuli“ Schifffonds stammt vom 18.05.2011. Die MS Conti Lapislazuli ist  ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Lapislazuli behauptet, dass es sich bei der Bulker-Schifffahrt um einen Wachstumsmarkt handeln solle und für die Conti Lapitslazuli lukrative Ertragsaussichten bestehen würden. In Fachveröffentlichungen des Instituts für Schifffahrt und Logistik (ISL) aus dem Jahr 2010 und vom April 2011 ist immer wieder die Rede von einer sich immer weiter vergrößernden Überkapazität, welche die Charterraten unter Druck setzt. Im Jahr 2011 war auch klar, dass auch die Verschrottung älterer Schiffe nicht dazu beitrug die Überkapazitäten abzubauen. Das ISL stellte im Jahr 2011 fest, dass auch weiterhin ein hohes Auftragsvolumen an Schiffsneubauten im Orderbuch vorhanden sei, das es unwahrscheinlich erscheinen ließe, dass sich die eingebrochenen Charterraten schnell wieder erholen würden. Im Januar 2011 war infolge dieses Marktzusammenbruchs auch der zweitgrößte koreanische Charterer in die Insolvenz geraten. Auch zwei Conti Schiffsfonds waren hiervon betroffen. Die Behauptung, es lägen gute Marktaussichten für die Conti Lapislazuli vor, war daher unvertretbar.

Es liegt daher ein Prospektfehler vor, welcher einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet. Die Prospekthaftungsklagen führe ich gegen die Bremer Bereederungsgesellschaft und die Conti Reederei Management GmbH & Co. KG.

3. Kapitalanlegermusterverfahren

Der Vorlagebeschluss des Landgerichts Hamburg zum Hanseatischen Oberlandesgericht erging am 13.06.2019. Alle bekanntgemachten Musterverfahrensanträge wurden von mir gestellt, so dass ich auch den Musterkläger vertreten werde. Im Rahmen des Kapitalanlegermusterverfahrens werden die von mir vorgetragenen Prospektfehler im Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Lapislazuli geprüft.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Nach Bestimmung des Musterklägers kann eine Forderungsanmeldung beim Oberlandesgericht vorgenommen werden, die zur Hemmung der Verjährung führt. Diese Anmeldung nach § 10 KapMuG ist weit kostengünstiger als eine Klage, ein Kostenrisiko in Bezug auf gegnerische Anwaltskosten besteht nicht.

Selbst wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung durch mich vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, für eine Kontaktaufnahme nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite.