Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Amazonit

1. Prospektfehler

Der Prospekt des Conti 175. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Amazonit“ Schiffsfonds stammt vom 01.10.2010. Die MS Conti Amazonit ist ein Supramax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 57.000 tdw.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Amazonit behauptet, dass für die MS Conti Amazonit ein lukratives Marktumfeld gegeben sei. Dies war im Oktober 2010 aufgrund der Überkapazitäten auf dem Bulker-Markt jedoch nicht mehr der Fall. Im April 2010 wird in der Zeitschrift des ISL (Institut für Schifffahrt und Logistik) massiv auf eine bereits bestehende und sich weiter verschärfende Überkapazität hingewiesen die sich negativ auf die Charterraten auswirkt. Da die Conti in ihrem Prospekt auf dieselbe Quelle Bezug nimmt, musste ihr diese Veröffentlichung bekannt gewesen sein. In dem Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Amazonit ist jedoch weiterhin von einem positiven Marktumfeld die Rede, wovon im Hinblick auf die eingebrochenen Charterraten nicht mehr die Rede sein konnte.

Es liegt daher ein Prospektfehler vor, welcher einen Schadenersatzanspruch der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter nach den Grundsätzen der Prospekthaftung im weiteren Sinne begründet. Die Propekthaftungsklagen führe ich gegen die Bremer Bereederungsgesellschaft und die Conti Reederei Management GmbH & Co. KG.

2. Kapitalanlegermusterverfahren

Das Landgericht Hamburg erließ am 20.02.2019 einen Vorlagebeschluss an das Hanseatische Oberlandesgericht mit welchem das von mir beantragte Kapitalanlegermusterverfahren eröffnet wurde. In diesem Verfahren wird festgestellt, ob die von mir geltend gemachten Prospektfehler vorliegen. Das Oberlandesgericht hat den Musterkläger bestimmt. Der Musterkläger wird durch mich vertreten.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Ab Bestimmung des Musterklägers können Anleger, die noch keine Klage wegen Prospektfehler im Zusammenhang mit einer Beteiligung an dem Conti Schiffsfonds MS Conti Amazonit erhoben haben, ihre Forderung beim Oberlandesgericht anmelden lassen und damit kostengünstig die Verjährung hemmen. Diese Möglichkeit besteht jedoch nur innerhalb von 6 Monaten nach Bekanntgabe des Musterklägers, danach ist keine Anmeldung nach § 10 KapMuG mehr möglich. Die Forderung kann noch bis 21.04.2020 nach § 10 KapMuG angemeldet werden.

Auch wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung von mir vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, für eine Kontaktaufnahme nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite.