Erfahrungen & Bewertungen zu TK Rechtsanwältin Dr. Tamara Knöpfel

MS Conti Tansanit

1. Prospektfehler

Der Prospekt des Conti 178. Schifffahrts-GmbH & Co. Bulker KG „MS Conti Tansanit“ Schifffonds stammt vom 28.07.2011. Die MS Conti Tansanit ist ein Postpanamax-Bulker mit einer Tragfähigkeit von 92.500 tdw.

Die MS Conti Tansanit ist der größte Bulker der in diesem Zeitraum von der Conti erworben wurde.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Tansanit vermittelt den falschen Eindruck, das ISL (Institut für Schifffahrt und Logistik) habe für die Zukunft ein Kapazitätswachstum von 10,1 % progonstizit. War das Wachstum in dem Segment der Capesize-Bulker (über 80.000 tdw) am größten. Das enorme Flottenwachstum unter den Massengutfrachtern, welches ab 2008 eingesetzt hatte und zu enormen Transportüberkapazitäten geführt hatte, war für den Einbruck der Charterraten ab 2009 verantwortlich. Im Jahr 2011 hatte dies bereits zur Insolvenz des zweitgrößten koreanischen Charterers geführt, wovon auch zwei Fonds der Conti betroffen waren.

Der Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Tansanit stellt die Markterwartungen unrealistisch, nämlich weitaus zu positiv dar. Der Prospekt ist daher fehlerhaft. Daher mache ich Schadenersatzansprüche der Anleger gegen die Gründungsgesellschafter geltend. Die Klagen führe ich gegen die Bremer Bereederungsgesellschaft und die Conti Reederei Management GmbH & Co. KG.

2. Kapitalanlegermusterklageverfahren

Das Landgericht Hamburg erließ am 12.11.2018 einen Vorlagebeschluss an das Hanseatische Oberlandesgericht. Der Musterkläger wurde vom Hanseatischen Oberlandesgericht bereits bestimmt, er wird von mir vertreten. In dem Kapitalanlegermusterverfahren werden die von mir vorgetragenen Prospektfehler im Prospekt des Conti Schiffsfonds MS Conti Tansanit geprüft.

3. Verjährungshemmung durch Forderungsanmeldung

Die Forderungsanmeldung nach § 10 KapMuG stellt – im Vergleich zur Klage – eine erheblich günstigere Möglichkeit dar, die Verjährung des Anspruchs zu hemmen. Der Anmelder trägt, anders als der Kläger, kein Risiko im Hinblick auf gegnerische Anwaltskosten. Auch die eigenen Anwaltskosten und die Gerichtskosten sind deutlich niedriger als bei einer Klage.

Die Anmeldung ist noch bis 12.12.2019 möglich.

Selbst wenn die Forderungsanmeldung grundsätzlich von jedem Anwalt vorgenommen werden kann, ist es sinnvoll die Anmeldung durch mich vornehmen zu lassen. Informationen die nicht veröffentlicht werden, sind nur den Prozessbevollmächtigen der Verfahrensbeteiligten zugänglich. Für den Fall, dass Vergleichsverhandlungen zwischen mir und den Prozessbevollmächtigen der Gegenseite geführt werden, beziehe ich auch nur die von mir vertretenen Anmelder mit ein. Kommt es zu einem außergerichtlichen Vergleich in dem die Klagerücknahme für alle Klagen vereinbart wird, was einem durchaus üblichen Vorgehen in diesen Fällen entspricht, bleibt das KapMuG-Verfahren für die anderen Anmelder ohne Ergebnis. Über solche Vergleiche wird dann auch wegen der darin enthaltenen Verschwiegenheitklausel nicht berichtet.

Gerne melde ich Ihre Forderung an, für eine Kontaktaufnahme nutzen Sie das Kontaktformular auf meiner Seite.